Suchmaschinenoptimierung / SEO

Bei Google, Bing und Yahoo gefunden werden

Suchmaschinenoptimierung (SEO für Search Engine Optimization) ist ein zentraler Bestandteil des Online-Marketings, sämtliche Online-Marketing-Maßnahmen inklusive der bezahlten Werbung würden ohne SEO nur schlecht funktionieren. Darüber hinaus gelangen Webseiten allein durch Suchmaschinenoptimierung auf vordere Plätze in den SERPs (Search Engine Result Pages - organische Suchergebnisse). Landläufig sind die Bereiche der Onpage- und Offpage-Optimierung bekannt, die weiter unten erläutert werden. Auch dass gute, einzigartige Inhalte ein großer Gewinn für jede Webseite sind, leuchtet den Betreibern schnell ein. Zur SEO gehören indes auch technische Einzelheiten wie die Seitenstruktur, die interne Verlinkung auch mit Nofollow-Links zum Vermeiden von Duplicate Content, der gezielte Einsatz von Content Management Systemen sowie die Berücksichtigung der Google-Page Speed Optimierung für eine hohe Accessibility (Zugänglichkeit der Seite), die Nutzer zufriedenstellt und das Ranking verbessert.

Wie beeinflussen gute Inhalte die Suchmaschinenoptimierung?

Inhalte müssen im Internet einzigartig sein, die Googlebots identifizieren Duplicate Content - also doppelte Inhalte - mit Softwareprogrammen wie etwa Copyscape, die inzwischen auch Webmaster und Werbetreibende einsetzen. Des Weiteren misst Google ebenso wie andere Suchmaschinen die Keyword-Density, also die Häufigkeit bestimmter Schlüsselbegriffe. Die optimale Häufigkeit ist umstritten, der entsprechende Google-Algorithmus ist geheim. SEO-Experten vermuten eine optimale Dichte zwischen zwei bis vier Prozent, bei Keyword-Stuffing droht demnach eine Google-Penalty (die Abstrafung durch das Verschieben in den SERPs nach hinten), zu wenige Keywords könnten den gewünschten Effekt vermissen lassen. Ebenso fraglich ist, welchen Einfluss die Sinnhaftigkeit, gar die journalistische Qualität eines Textes auf das Ranking nimmt. Es stehen nachweislich viele äußerst minderwertige Texte auf Seite 1 bei Google, doch das kann aufgrund anderer Maßnahmen des Seitenbetreibers wie einer intensiven Verlinkung seiner Seite geschehen sein. Als gesichert gilt, dass die Google-Algorithmen schon seit dem Panda-Update des Jahres 2012 die Verweildauer von Nutzern auf einer Seite messen und in das Ranking einfließen lassen. Das bedeutet, wenn ein Text so gut ist, dass er von vorn bis hinten gelesen wird, verbessert diese Tatsache die Stellung der Seite in den SERPs. Die alte Weisheit, dass Texte für Nutzer - nicht allein für Suchmaschinen - geschrieben werden müssen, bewahrheitet sich damit einmal mehr.

Onpage-Optimierung

Die Optimierungsmaßnahmen, die ein Webdesigner und später der Webmaster auf der Seite selbst vornehmen, bezeichnen den Bereich der Onpage-Optimierung. Es gehören dazu:

  • bestmöglicher, sinnhafter Domain-Name
  • Seitenstruktur inklusive Sitemap, interner Verlinkung
  • Einsatz von CSS, Frames (vorsichtig, nicht für das Layout), Javascripts (nicht zu viel!)
  • Responsive Webdesign für mobile Geräte
  • gute Inhalte wie vorn beschrieben inklusive optimaler Keyword-Density
  • Metadescription mit zielgerichtetem Tagging
  • schlanker HTML-Code
  • übersichtliche Navigation
  • sinnvolle Pfad-Strukturen

Einige Designer empfehlen den kompletten Verzicht auf Java und Frames wegen angeblicher Verschlechterungen im Ranking, doch das gehört in den Bereich der Mythen. Beides kann einer Webseite bei bestimmten Themen großen Nutzen bringen, viele Online-Shops könnten nie darauf verzichten.

Offpage-Optimierung

Die Offpage-Optimierung erfolgt von anderen Orten des Netzes aus auf die Seite und setzt vorrangig auf Backlinks. Die Thematik ist heiß, weil Google das Errichten von Linkfarmen - sogenanntes Cloaking - hart bestraft. Inzwischen existieren im deutschsprachigen Netz jedoch rund 6.000 Artikel- und Bookmarkverzeichnisse, Webkataloge und Presseportale, in denen Content vielfach mit Backlinks auf die eigene Seite untergebracht werden kann. Noch besser hat sich das Errichten mehrerer eigener Blogs bewährt, die in Form einer Linkpyramide auf die Masterseite verlinken. Das ist seriös und legal - wenn die Inhalte lesenswert sind.

Empfehlungen im Internet

Man mag es kaum glauben, aber Webseiten werden sehr intensiv weiterempfohlen. Viele Nutzer schicken die Links an Freunde, Geschäftspartner oder Presseportale, weil sie einen Inhalt für wichtig und richtig halten. Diese Empfehlungen sind nicht allein das Salz in der Suppe, sie können das Ranking einer nicht einmal sehr guten Seite nachhaltig befeuern. Das ist ja überhaupt der Ursprung der gesamten Netzkommunikation. Guten Redakteuren und natürlich guten Webdesignern, Filmern und Layoutern kommt daher ein immer höherer Stellenwert zu. Im Textbereich bedeutet das unter anderem, dass die Redakteure mit Ecken und Kanten sowie eigenen Gedanken auftreten, anstatt voneinander abzuschreiben. Da jedoch die meisten Redakteure im Netz beauftragte Autoren sind, benötigen sie Auftraggeber (Webmaster, Affiliates), die nicht zu ängstlich dem Mainstream hinterherhecheln, sondern pointierte Texte auch gelten lassen.